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Craft Beer in den USA: Chancen für deutsche Brauer!

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On 16. März 2016
Last modified:16. März 2016

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Deutsche haben bei der Verbreitung von Bier in den USA eine große Rolle gespielt und trugen entscheidend dazu bei, dass es dort zu einem Massenprodukt wurde: mit allen Vor- und Nachteilen. Heute setzt die US-amerikanische Craft-Beer-Szene, die längst auch Brauer in anderen Ländern inspiriert, dem wieder mehr Individualität des Bieres entgegen.

Statt als Massenprodukt wird es hier eher so gesehen, wie Weinfreunde ihren Wein betrachten: Jedes Produkt gilt als Ausdruck eines kreativen Prozesses mit viel Wissen und Leidenschaft. Und es spricht nichts dagegen, dass wiederum Deutsche diesen Prozess mitgestalten. „Ich glaube, dass die USA durch die aktuellen Entwicklungen beim Craft Beer auch für kreative deutsche Brauer wieder ein interessanter Ort geworden sind“, urteilt Max Karagoz vom Unternehmen ALTON über den Markt. ALTON unterstützt deutschsprachige UnternehmerInnen erfolgreich bei ihren Markteintritten in den USA.

Was ist ein Craft Beer in den USA?

Man kann es sich einfach machen, wenn man US-amerikanisches „Craft Beer“ definieren möchte. Dann nutzt man die Definition der Brewers Association für Craft-Beer-Brauereien und definiert Craft Beer als das Bier, das aus solchen Produktionsstätten stammt. Die Brewers Association (BA) beschreibt Craft-Beer-Brauereien mit den drei Wörtern „small“, „independent“ und „traditional“.

„Small“ bedeutet dabei, dass Craft-Beer-Brauereien maximal 6 Millionen Barrel Bier pro Jahr produzieren dürfen. Hierzulande hat man bei „Craft Beer“ oft die kleine Gaststättenbrauerei im Kopf. Aber 6 Millionen Barrel sind für „klein“ ganz schön groß: Sie entsprechen ungefähr 715 Millionen Liter (7,15 Millionen Hektoliter). Zur Einschätzung: Die deutsche Krombacher Gruppe gab für 2015 einen Bierausstoß von 6,707 Millionen Hektolitern bekannt.

Unabhängig bedeutet, dass weniger als 25% der Brauerei von einem Industriellen gehalten oder kontrolliert werden, der selbst kein Brauer ist. Und als „traditionell“ im Sinne der BA gilt eine Brauerei dann, wenn sie Biere größtenteils aus den Klassikern der Bierbraukunst herstellt: aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Trotz dieser Einschränkung im Herstellungsprozess bleibt jedoch viel Raum für Kreativität. Schließlich ist auch beim edlen Wein die Menge erlaubter Zutaten arg begrenzt.

Craft Beer ist ein Ausdruck der Leidenschaft für Bier

Ganz wird die Definition des Craft Beers als Bier aus Brauereien, die den Anforderungen der BA für Craft-Beer-Brauereien entsprechen, dem nicht gerecht, was viele Fans mit „Craft Beer“ verbinden. Letztlich geht es auch um die bereits erwähnte Leidenschaft und Kreativität, mit der Brauer bei der Produktion des Craft Beers am Werke sind.

Wie viel von dieser Leidenschaft und Kreativität ein gepflegtes Image ist und wie viel gelebte Philosophie, ist im Einzelfall sicherlich sehr unterschiedlich. Fakt ist aber wohl, dass sich Craft Beer auch deshalb attraktive Marktnischen erobert, weil es mit diesem Image versehen ist, als ein individuelles Genießerbier gilt, bei dessen Produktion jeder einzelne Schritt Teil einer Braukunst ist, die sich von der Massenproduktion abhebt.

Illusionen sind fehl am Platze

Als Brauer sollte man sich natürlich keine Illusionen machen: Der US-amerikanische Biermarkt ist keiner, der neuen Akteuren große Chancen auf ein schnelles Wachstum bietet, das den Erfolg des eigenen Unternehmens in die Nähe der größten Player auf dem US-Biermarkt bringt.

Eine kleine Zahl etablierter Brauereien hat sich die größten Marktanteile gesichert und es ist eher nicht damit zu rechnen, dass es in absehbarer Zeit zu riesigen Umwälzungen auf dem Markt kommt. „Diese 11 Brauereien produzieren über 90% des US-Bieres“ betitelte etwa die Website MarketWatch.com einen Artikel aus Ende Juli 2015 und nannte neben MillerCoors, Constellation Brands und Heineken USA natürlich auch Anheuser-Busch als Teil der Top-11. Anheuser-Busch hat deutsche Wurzeln.

Der Stammbetrieb der Anheuser-Busch Company entstand 1870 in St. Louis. Gründer und Namensgeber waren der deutsche Braumeister Eberhard Anheuser aus Bad Kreuznach und sein Schwiegersohn Adolphus Busch aus Kastel. Zu den bekanntesten Bieren des Unternehmens gehört das US-amerikanische Budweiser, das 1878 als Warenzeichen eingetragen wurde. 2008 übernahm die belgisch-brasilianische Inbev-Gruppe Anheuser Busch und nennt sich seither Anheuser-Busch Inbev.

Auch für Deutsche gibt es Chancen in der Nische

Die heutigen Chancen für deutsche Brauer, den US-Biermarkt nochmals wie Anheuser und Busch komplett aufzumischen, sind wohl eher gering. „Allerdings gibt es durchaus Chancen, sich einen attraktiven Nischenplatz zu sichern“, sagt Max Karagoz vom ALTON-Team. Immerhin hatte Craft Beer 2014 laut BA einen Marktanteil von 17,6% in den USA. Die Umsätze lagen bei 19,6 Milliarden US-Dollar, was ein Plus von 22% gegenüber dem Vorjahr bedeutete.

„Kreative deutsche Brauer sollten überlegen, ob ein Eintritt in den US-Markt für sie nicht vorteilhaft sein könnte“, fährt Max Karagoz fort. Selbst ein lokaler, auf einzelne US-Bundesstaaten begrenzter Markteintritt kann ausreichen, um Basis eines lukrativen Geschäfts zu werden. Anders ausgedrückt: Was spricht gegen ein Sunshine Craft Beer aus Miami oder ein New Yorker „Special Beer“?

Karagoz und sein Team bei ALTON unterstützen deutschsprachige UnternehmerInnen bei der Gründung von Unternehmen mit US-amerikanischer Rechtsform. Das Unternehmen mit Standorten in Miami und Wiesbaden berät zu Chancen und Risiken auf den US-Märkten, kümmern sich bei Bedarf um Visa-Angelegenheiten und am Standort Florida auch um die Immobiliensuche. Vielleicht nimmt ja der eine oder andere deutsche Brauer solche Dienstleistungen künftig in Anspruch?

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